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Mod Helmy: Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete

Lesung und Gespräch mit Igal Avidan

27. Juni2018


Offene Kirche St. Simeonis - 19.00 Uhr
Simeonskirchhof (Nähe Königstr.), Minden


Die meisten Menschen in Nazi-Deutschland reagierten gleichgültig auf die Judenverfolgung, viele nahmen aktiv daran teil. Nur 600 von ihnen wurden von Yad Vashem als Judenretter geehrt und ein einziger war ein Araber. Der Arzt Mod (Mohamed) Helmy.

Helmy wurde von den Nationalsozialisten als »Nichtarier« diskriminiert und als Ägypter inhaftiert. Trotzdem half er jahrelang einer jüdischen Familie aus Rumänien, sich vor der Gestapo zu verstecken. Denn als die Familie den Schutz des rumänischen Staates verloren hatte, ging sie in die Illegalität. Mitten in Berlin gelang es Helmy sogar mithilfe von Hitlers Intimfreund, dem Mufti von Jerusalem, eine Jüdin als Muslima in Sicherheit zu bringen.

Igal Avidan fand Helmys ehemalige Patienten, besuchte seine Verstecke und zeichnet seine einzigartige Geschichte nach.
 

Igal Avidan, 1962 in Tel Aviv geboren, hat Englische Literatur und Informatik studiert. Seit 1990 arbeitet er als freier Journalist aus Berlin für verschiedene israelische und deutsche Zeitungen, Hörfunksender und Nachrichtenagenturen.

 

Eintritt frei